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Hunde gehören zur Gruppe der Kaniden, d.h. zu den Fleischfressern. Wolf, Schakal und Fuchs, sowie auch andere Arten gehören
der gleichen Gruppe an, allerdings gilt es heute als erwiesen, das der Wolf der Vorfahre des Hundes ist. Durch viele
Studien bekannter Forscher konnte dies nahezu nachgewiesen werden. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis waren bestimmte
Verhaltensweisen, die unsere Hunde heute noch zeigen, aber auch das Verpaarungsverhalten, Lautsprache, Körpersprache und
vieles anderes.
Dennoch sollten wir als Menschen nicht vergessen, das unsere Hunde zwar vom Wolf abstammen, und auch vieles heute daraus
zu erkennen ist, unsere Hunde aber über die Jahrtausende durch Zuchtauswahl zu eigenen Individuen, eben Hunden geworden
sind. Zu Hunden, die im Dienste des Menschen ihre Aufgaben verrichten sollten. Deshalb sollte sich auch jeder Mensch
darüber im Klaren sein, das sehr viele Hunderassen, oder auch Mischungen aus den verschiedenen Rassen ihre eigenen
Ansprüche und Bedürfnisse haben.
Das Wissen über die Verhaltensweisen der Wölfe ist sicherlich hilfreich, wenn man Hunde verstehen will, dennoch können
nicht in allen Bereichen Rückschlüsse getroffen werden.
Was mit den Vorfahren der Hunde heute noch gemein ist, ist die Tatsache, das unsere Hunde Rudeltiere sind. Der Mensch kann
dieses Rudel nur bedingt ersetzen, daher sind Kontakte zu anderen Hunden immer wichtig, damit Hunde ihre natürlichen
Verhaltensweisen ausleben können. Leider wird unseren Hunden diese Möglichkeit heute zunehmend genommen, was in meinen
Augen eine starke Tierschutzrelevanz hat. Hunde lernen voneinander und miteinander, daher sind diese Kontakte so
unheimlich wichtig. Schon Welpen lernen hundetypische Verhaltensweisen von ihrer Mutter und auch von und mit den
Geschwistern.
Was für Hunde ebenso wichtig ist, wie das Rudelleben, sind die klaren Strukturen eines Rudels. Und auch das ist ein Punkt,
dem sich jeder angehende Hundehalter klar werden sollte. Ein Hund, der keine Regeln kennt, der tun und lassen kann, was er
möchte, wird irgendwann dazu neigen den obersten Rang im Rudel zu übernehmen. In einem Hunderudel stellt das an sich keine
Problem dar, wenn es kein anderes Tier gibt, das diesen Rang für sich beansprucht. Allerdings wird ein Hund kaum in der
Lage sein ein Hunde-Menschen-Rudel anzuleiten. Das ist alleine deswegen schon nicht möglich, weil die Körpersprache, die
Lautgebung und das gesamte Verhalten zu differenziert voneinander ist.
Um harmonisch mit einem Hund leben zu können sollte man sich als Mensch über die Verhaltensweisen der Hunde informieren,
vielleicht ein Stückweit zum Hund werden und damit sichergehen, das der Hund einen auch versteht. Zur Körpersprache findet
ihr einen gesonderten Bereich.
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