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Das Ranrufen
Ich weiß zwar auch nicht, warum ich da jetzt erst drauf eingehe, denn das ist definitiv das wichtigste, aber seih es drum. Hauptsache, es wird überhaupt angesprochen.

Wie auch das Bleib ein recht schwierige Angelegenheit, denn welcher Hund gibt schon freiwillig seine Freiheit auf? Fast keiner eigentlich. Daher ist es auch wichtig diese Übung für den Hund so entspannt und lohnenswert wie möglich aufzubauen.

Das wichtigste beim Komm-Training ist also, dem Hund einen guten Grund zu geben überhaupt zu kommen und vor allem einen auch zu bleiben. Idealerweise lernt er natürlich, das ein Ranrufen nicht mit dem Verlust der Freiheit verbunden ist, und wie das geht, erkläre ich euch jetzt.

Am besten ist natürlich, wenn der Hund bereits als Welpe das Kommando Komm mit was Positivem verbinden konnte, das ist aber leider nicht immer der Fall.

Sucht euch irgendein ganz besonderes Leckerli, was der Hund im Normalfall nicht jeden Tag bekommt. Käse oder Fleischwurst in kleine Stückchen geschnitten sind da immer sehr begehrt und für die meisten Hunde Grund genug zu kommen.
Geht Anfangs am besten auf eine große Wiese oder in den Garten und lasst den Hund erstmal in aller Ruhe alles abschnüffeln. Wenn ihr auf einer Wiese seid, dann sichert den Hund notfalls mit einer Schleppleine, damit er nicht ausbüchsen kann. Nehmt eine gute Menge Leckerlis und legt sie auf den Boden, wenn der Hund beschäftigt ist. In einem spannenden Ton sprecht ihr euren Hund mit Namen und dem Kommando an, kniet euch hin und starrt auf dieses kleine Häufchen Leckerlis, als wäre es das spannendste Leckerlihäufchen weltweit. Nicht zum Hund gucken, um zu sehen was er macht. Nur auf dieses ach so leckere und wahnsinnig spannende Leckerlihäufchen starren und vielleicht ein wenig mit den Fingern darin spielen. Wenn der Hund dann rüberschaut, wird er sicherlich genauso interessiert sein und mal nachschauen wollen, was da so interessantes rumliegt. Ist das Häufchen vertilgt, den Hund wieder laufen lassen.

Sitzt die ganze Geschichte soweit erstmal, kann man das ganz wunderbar auch unterwegs üben. Die Schleppleine sollte aber Anfangs zur Sicherung dranbleiben. Und immer dran denken, den Hund während den Übungen immer wieder in den Freilauf zu entlassen. Im Laufe der Zeit wird der Hund lernen: * Immer wenn Frauchen/Herrchen ruft, dann lohnt es sich mal hinzugehen und nachzuschauen, ob da nicht was leckeres rumliegt. * Ihr werdet merken, wenn es soweit ist. Weiter geht es dann damit, dem Hund zu vermitteln, das es genauso lohnenswert ist auch mal zu bleiben.
Dafür ruft ihr den Hund, behaltet die Leckerlis aber in der Hand. Ist der Hund angekommen, dann zeigt ihr ihm den Inhalt eurer Hand, gebt ihm kurz ein Sitzkommando, belohnt ihn und lasst ihn wieder laufen. Die Zeit, wann ihr die Leckerlis gebt, lasst ihr im Laufe der Zeit immer mehr variieren, damit sich der Hund nicht drauf verlässt. Später könnt ihr üben ihn anzuleinen, 2 oder 3 Schritte gehen, ableinen und wieder laufen lassen. Das anschließende Laufen lassen ist wichtig, um dem Hund klar zu machen, das es nicht den Verlust der Freiheit bedeutet.

Auch hier wieder daran denken, euch viel zeit zu nehmen und gerade das Ranrufen immer wieder üben. Die Leckerlis müssen nicht auf Dauer etwas besonderes sein, sollten aber immer mal wieder zum Einsatz kommen, damit die Übung für den Hund spannend bleibt.
Das Ranrufen ist eine Fleißarbeit. Je mehr ihr übt, desto besser wird es im Laufe der Zeit klappen.

Also viel Spaß und Erfolg beim Üben...

Augenblick

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